1911 in Madrid geboren – 2004 in Madrid gestorben. Der Architekt von landesweitem Rang und Ansehen gehörte zum Kreis der eng mit der Architektur- und Kunstgeschichte des letzten Jahrhunderts verbundenen Persönlichkeiten.
Fernando Chueca Goitia erhielt 1936 sein Diplom in technischer Architektur an der Architekturschule Madrid. In seiner professionellen Laufbahn hat er stets die Verbreitung und Lehre von Kunst und Architektur mit der Entwicklung zahlreicher architektonischer Projekte von großem Umfang vereinigt.
In der in- und ausländischen Szene nahm er bedeutende Positionen ein, insbesondere war er Kurator des Architekturmuseums, Architekt des spanischen Dienstes zur Erhaltung des Kulturerbes, Professor für Städtebaugeschichte am lokalen Verwaltungsstudieninstitut und am Institut für Politikwissenschaften, Leiter des spanischen Museums für zeitgenössische Kunst, Mitglied des Rats für Beurteilung, Wertermittlung und Export von Werken von geschichtlicher und künstlerischer Bedeutung, Mitglied der Akademie für Kunst und Geschichtswissenschaften von Toledo, leitender Architekt des Dienstes für Denkmäler und Bauensembles, Mitglied des spanischen Gremiums für Kunsterbe, Archive und Museen und Mitglied des Denkmalberatungskomitees. Er gehörte dem Ratsorgan für spanisches Kulturerbe (Königshaus) als Ratsherr für Schöne Künste an.
Zu seinen herausragendsten Projekten gehören:
- 1950-1993: die Kathedrale Nuestra Señora de la Almudena, Madrid •
- 1953-1958: Erweiterung des Prado-Museums •
- 1961-1962: Restaurierung der Kirche San Cayetano •
- 1965-1967: Pueblo Español und Kongresshalle •
- 1974-1975: Bank Santander, Santander •
- 1980-1981: Rathaus von Tarazona
Im Laufe seiner Karriere erhielt er folgende Auszeichnungen:
- 1940: Erster Preis der Königlichen Kunstakademie San Fernando •
- 1943: Sonderpreis beim spanischen Architekturwettbewerb. Projekt zur Fertigstellung der Kathedrale von Valladolid •
- 1944: Spanischer Architekturpreis. Projekt zur Fertigstellung der Kathedrale Nuestra Señora de la Almudena
- 1958: Erster Preis bei der Ausschreibung für die Bebauung des Gebiets. Astrabudúa in Bilbao
- 1962: Erster Preis bei der Ausschreibung zur Anlage der Avenida de los Reyes Católicos, Madrid •
- 1991: IV Architekturpreis Antonio Camaruñas
- 1996: Verdienstdiplom am Architekturinstitut Fernando el Católico
- 1997: Ehrenmedaille der Internationalen Universität Menéndez Pelayo in Santander
- 1998: Goldmedaille für Architektur •
- 2002: Landespreis Spanische Geschichte